Schauspieler
Marcel Cuvelier
Marcel Cuvelier war ein französischer Schauspieler und Regisseur. Er wurde am 14. Mai 1924 in Glageon-Nord geboren und starb am 6. Januar 2015 in Paris.
Anfang 1950 begann er seine Regiekarriere mit Jean Meckerts *Nous avons les mains rouges* (Wir haben rote Hände). Im selben und im darauffolgenden Jahr inszenierte er *La Cantatrice chauve* (Die kahle Sängerin) und *La Leçon* (Die Lektion), Stücke, in denen er gemeinsam mit dem Autor Eugène Ionesco am Théâtre de Poche Montparnasse und später am Théâtre de la Huchette Regie führte und in denen er auch selbst mitwirkte. 1954 inszenierte er Carragiales *La Lettre perdue* (Der verlorene Brief) am Théâtre de Poche Montparnasse. Anschließend adaptierte, inszenierte und spielte er die Hauptrolle in Ivan Gontscharows *Oblomow*, unter anderem im Studio des Champs-Élysées. Im Jahr 2000 gewann er den Molière-Preis als Bester Nebendarsteller für seine Rolle in *Mon père avait raison* (Mein Vater hatte Recht).
Sein Filmdebüt gab er 1958 in Louis Malles Fahrstuhl zum Schafott. Anschließend wirkte er in zahlreichen Filmen mit, darunter Costa-Gavras’ „Die Beichte“ (1970), Henri-Georges Clouzots „Die Wahrheit“ (1960) mit Brigitte Bardot, Jean-Pierre Melvilles „Le Doulos“ (1962) mit Jean-Paul Belmondo, Christian-Jacques „Gute Sache“ (1963) mit Bourvil, Alain Resnais’ „Der Krieg ist vorbei“ (1966) mit Yves Montand, Philippe Labros „Der Erbe“ (1972) und Alain Resnais’ „Stavisky“ (1974).
Er trat auch in zahlreichen Fernsehfilmen und -serien auf, darunter *Les Cinq Dernières Minutes* (Die letzten fünf Minuten), in der Folge „Napoléon est mort à Saint-Mandé“ (Napoleon starb in Saint-Mandé) aus dem Jahr 1965, vier Folgen von *Vidocq*, *Vipère au poing* (Viper in der Faust) aus dem Jahr 1971 von Pierre Cardinal, mit Alice Sapritch, *Les Enquêtes du commissaire Maigret* (Die Ermittlungen des Kommissars Maigret) zwischen 1984 und 1985, *L'Affaire Marie Besnard* (Der Fall Marie Besnard) von Yves-André Hubert im Jahr 1986, eine Episode von *PJ* (Justizpolizei) im Jahr 2004 und andere.
Er war mit Thérèse Quentin verheiratet; aus dieser Ehe stammte eine Tochter, Marie Cuvelier, die Schauspielerin war. Er starb am 6. Januar 2015 im 19. Arrondissement von Paris und wurde am 14. Januar auf dem Friedhof Montmartre beigesetzt.
Bekannt aus
★ 8.0
Régis Laspales est Landru
2005
★ 8.0
Bel-Ami
2003
★ -
Le Dernier Regard – L’Européenne, portrait du Fayoum
1998
★ -
La Lame et le Manche
1980
★ 9.0
Le pont japonais
1978
★ 7.3
Les lieux d'une fugue
1978
★ 9.0
La Brigade
1975
★ 5.8
Die Botschafter
1975
★ 5.9
Stavisky...
1974
★ 9.0
Les Oiseaux de la lune
1974
★ 5.9
Kamouraska
1973
★ 6.4
Der Erbe
1973
★ 7.4
Vipère au poing
1971
★ -
Mesure pour Mesure
1971
★ 7.3
Das Geständnis
1970
★ 6.9
Les Aventures de Lagardère
1968
★ 8.0
L'Affaire Lourdes
1967
★ 5.7
Le Grand Meaulnes
1967
★ 5.9
Roger la Honte
1966
★ 6.5
Der Krieg ist vorbei
1966
★ 6.2
Des Teufels schwache Seite
1963
★ 7.4
Der Teufel mit der weißen Weste
1962
★ 6.8
Der Kampf auf der Insel
1962
★ 7.6
Die Wahrheit
1960
★ 4.0
Notre petite ville
1959
★ 7.0
Chronique provinciale
1958
★ 7.6
Fahrstuhl zum Schafott
1958