Schauspieler
Ernst Jacobi
Ernst Jacobi war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler sowie Hörspiel- und Synchronsprecher.
Jacobi entdeckte schon früh seine Leidenschaft für das Schauspiel und begann seine künstlerische Laufbahn beim Rundfunk, wo er als 14-Jähriger Sprechrollen beim RIAS in Berlin-Schöneberg erhielt. Nach seinem Abitur absolvierte er ab 1951 eine dreijährige Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin und studierte anschließend bei Jacques Lecoq an der Stage d’éte sur le mime in Paris und London.
Während seiner Schauspielausbildung erhielt Jacobi sein erstes Bühnenengagement am Berliner Hebbel-Theater und debütierte in Shakespeares Die lustigen Weiber von Windsor unter der Regie von Rudolf Noelte.
Jacobi startete seine Fernsehkarriere Anfang der 1950er-Jahre mit Beginn der ersten Versuchsendungen und spielte Haupt- und Nebenrollen in Stücken wie Die glücklichen Tage (1953). Zum Film kam Ernst Jacobi Ende der 1950er-Jahre und trat anfangs mit kleineren Rollen in Kinofilmen wie Hans Quests musikalischer Komödie Die große Chance (1957) und Gerd Oswalds Krimi Am Tag, als der Regen kam (1959) in Erscheinung. In Volker Schlöndorffs Grass-Adaption Die Blechtrommel (1979) spielte er an der Seite von David Bennent, Mario Adorf und Berta Drews die Rolle des Gauleiters Löbsack.
In den 1960er-Jahren konzentrierte Jacobi sich verstärkt auf seine Fernseharbeit und wirkte unter anderem in Literaturverfilmungen mit, darunter in Rolf Hädrichs Ost-West-Geschichte Nachruf auf Jürgen Trahnke (1962) sowie in Filmen wie Bauern, Bonzen und Bomben (1973) und Heinar Kipphardts Leben des schizophrenen Dichters Alexander März, in dem er 1975 die Titelrolle übernahm. Für seine Leistung wurde Ernst Jacobi im selben Jahr mit dem „Prix Italia“ gewürdigt. Im Jahr 1976 erhielt er für seine Interpretation des Alexander März von der Berliner Akademie der Künste den Kunstpreis Berlin.
In Eberhard Fechners preisgekröntem Zweiteiler Tadellöser & Wolff war Jacobi 1975 in der Rolle des Autors der Romanvorlage Walter Kempowski zu sehen und kommentierte die Handlung als Erzähler aus dem Off. Im Jahr 1983 spielte Jacobi Jakob Fugger in dem TV-Mehrteiler Vom Webstuhl zur Weltmacht, der die Geschichte der Augsburger Handelsdynastie erzählt. Von März bis November 2011 verkörperte er die Rolle des Konstantin von Walden in der ARD-Telenovela Rote Rosen.
Jacobi war in verschiedenen Hörbuch- und Hörspielproduktionen zu hören, z. B. Ken Folletts Die Säulen der Erde, Donna W. Cross’ Die Päpstin und als Herr Sellars in Otherland nach Tad Williams. Auch als Synchronsprecher war Jacobi tätig, so gab er z. B. Michael Moriarty als Sturmbannführer Erik Dorf in dem TV-Mehrteiler Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss seine Stimme. Er ist auch in einigen deutschen Fassungen von Disney-Filmen zu hören, etwa als die Titelfigur in Peter Pan (1953). Auch sprach er Christopher Lloyd als Doc Brown in Zurück in die Zukunft. Jacobi war in dem Film Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte (2009) als Erzähler zu hören.
Jacobi starb im Juni 2022 im Alter von 88 Jahren in Wien. (Quelle: Wikipedia)
Bekannt aus
★ -
Schächer
2018
★ 4.9
Am Abend aller Tage
2017
★ 6.0
Masserberg
2010
★ 7.5
Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte
2009
★ 7.0
Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf
2009
★ -
Mein alter Freund Fritz
2007
★ 10.0
Im Chaos der Gefühle
2007
★ 7.0
Papa und Mama
2006
★ 8.0
Mörder in Weiß - Der Tod lauert im OP
2005
★ 6.7
Neue Freunde, neues Glück
2005
★ -
The Tree of Life
2005
★ 5.6
Sams in Gefahr
2003
★ 9.0
Hannas Baby
2002
★ 8.0
Ein Mann gibt nicht auf
2000
★ 8.0
Tödliche Schatten
1999
★ 6.8
Hamsun
1996
★ 10.0
Das Siegel des Todes
1996
★ 4.0
Zerrissene Herzen
1996
★ 10.0
Die Grube
1995
★ 5.4
Roula - Dunkle Geheimnisse
1995
★ 7.0
Pakten
1995
★ 10.0
Tödliches Geld
1995
★ 7.0
Der Nachlaß
1994
★ 9.0
Von Frau zu Frau: Die Sammlerin
1994
★ 10.0
Einmal Macht und zurück - Engholms Fall
1994
★ 8.0
Tre passi nel delitto - Delitti Imperfetti
1993
★ 8.0
Je m'appelle Victor
1993
★ -
Tote Briefe
1991
★ 4.7
Erfolg
1991
★ 10.0
Wie du mir..
1989
★ 6.4
Der Zug
1988
★ 8.0
Ede und das Kind
1988
★ 7.0
Eine geschlossene Gesellschaft
1987
★ 7.0
Frau Jenny Treibel
1982
★ -
Sommergäste
1981
★ 6.6
Deutschland bleiche Mutter
1980
★ 8.0
Der Mörder
1979
★ 7.0
Die Blechtrommel
1979
★ -
Vor Sonnenaufgang
1979
★ -
Die Geburtstagsfeier
1978
★ -
Sonntagsgeschichten
1976
★ 4.0
Der Hofmeister
1976
★ 7.0
Das Leben des schizophrenen Dichters Alexander März
1975
★ 9.0
Die Gewehre der Frau Carrar
1975
★ 7.0
Der zerbrochene Krug
1974
★ 9.0
Die letzten Tage von Gomorrha
1974
★ 8.0
Der Angestellte
1972
★ -
Einfach sterben
1971
★ 10.0
Der Kirschgarten
1970
★ -
Der Tod des Deputierten Jean Jaurès
1970
★ 10.0
Abseits
1970
★ -
Die Räuber
1969
★ 7.0
Goldene Städte
1969
★ 7.0
Graf Öderland
1968
★ -
Zeit der halben Herzen
1968
★ 7.0
Mathilde Möhring
1968
★ -
Der Teufel und der liebe Gott
1967
★ -
Abschied vier Uhr früh
1967
★ -
Jegor Bulytschow und andere
1966
★ 7.0
Thérèse Raquin
1966
★ -
Der Mitbürger
1966
★ 10.0
Kubinke
1966
★ 7.0
Die chinesische Mauer
1965
★ 6.5
Ein Tag - Bericht aus einem deutschen Konzentrationslager 1939
1965
★ 10.0
Michael Kramer
1965
★ -
Das große Ohr
1965
★ -
Skorpione
1964
★ 7.0
Campingplatz
1964
★ -
Karl Sand
1964
★ 9.0
Die Nacht am See
1963
★ 7.0
Mauern
1963
★ 7.0
Schlachtvieh
1963
★ -
Kapitän Karagöz
1963
★ 9.0
Nachruf auf Jürgen Trahnke
1962
★ -
Meine beste Freundin
1962
★ 9.0
Im sechsten Stock
1961
★ 7.0
Heute gehn wir bummeln
1961
★ 7.1
Schwarzer Kies
1961
★ 7.1
Schwarzer Kies
1961
★ 9.0
Die Dame ist nicht fürs Feuer
1960
★ 7.0
Das Fenster zum Flur
1960
★ -
Der Prozeß Mary Dugan
1960
★ 7.3
Am Tag, als der Regen kam
1959
★ -
Neues aus dem sechsten Stock
1959
★ -
Die Bürger von Calais
1958
★ 5.9
Die große Chance
1957
★ 8.5
Spielbank-Affäre
1957
★ -
Möwen über Sorrent
1956
★ 10.0
Of und der Mond
1956