Schauspieler
Gert Gütschow
Der Charakterdarsteller Gert Gütschow gab sein Debüt 1945 mit 17 Jahren am Theater in Rostock. Eigentlich wollte er Musiker werden, doch der Weg auf das Konservatorium blieb ihm durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs versperrt.
Nach Engagements in Stralsund (Stralsunder Theater), wo er heiratete, Halberstadt, Altenburg, Görlitz und Erfurt spielte er ab 1959 in Leipzig unter Intendant Karl Kayser.
Große Theaterrollen seiner Frühzeit waren unter anderem Shaws Teufelsschüler, Molieres George Dandin, Angelo in Shakespeares Maß für Maß, der Biff in Millers Tod eines Handlungsreisenden und der Daddy in Schloss Gripsholm. Später kamen Brecht-Rollen, herausragend der Arturo Ui, Horatio im Hamlet, Rolf Hochhuths Stellvertreter, später spielte er unter anderem Eichmann, den Antonio Salieri in Amadeus, Fiesko von Schiller, noch einmal in Goethes Faust den Mephisto und in etlichen Vorstellungen von Süskinds Der Kontrabass, schließlich die große Altersrolle in Nathan der Weise. Mit seinem 50-jährigen Bühnenjubiläum schied er 1995 aus dem Ensemble des Schauspiels Leipzig aus.
In zahlreichen Filmen spielte er Haupt- und eindringliche Nebenrollen, so den Massenmörder Retzmann in Leichensache Zernik, dankbare Charakterrollen in Dr. med. Sommer II., Es ist eine alte Geschichte, Karriere, Unterm Birnbaum, ferner Hauptrollen in Klassenkameraden, und Genosse Brüggemann. Zu sehen war er auch in einigen Inszenierungen des Fernsehtheaters Moritzburg, beispielsweise in Paul Berndts Geschäft um einen Toten (1968), Hans-Albert Pederzanis Unter der Asche (1969), Friedrich von Gentz' Liebe ist nicht immer blind (1975) und Gotthold Ephraim Lessings Der Schatz. Zuletzt trat er in der Serie In aller Freundschaft als Professor Günter Keller in Erscheinung.
Darüber hinaus arbeitet Gert Gütschow in zahlreichen Hörfunk-, Synchron- und Blindenbibliothekslesungen und trat als Sprecher in Konzerten im Leipziger Gewandhaus unter Dirigenten wie Václav Neumann und Kurt Masur auf. In der Spielzeit 2010/11 war Gert Gütschow an der Oper Leipzig in Peter Konwitschnys Inszenierung von Ch. W. Glucks Iphigenie in Aulis als Gluck in persona zu erleben.(Wikipedia)
Bekannt aus
★ 5.8
Verbotene Liebe
1990
★ 4.0
Zum Teufel mit Harbolla
1989
★ 7.0
Die Galgenbrücke
1989
★ 6.4
Jadup und Boel
1988
★ 8.4
Einer trage des anderen Last ...
1988
★ 4.7
Wengler & Söhne
1987
★ 5.7
Stielke, Heinz, fünfzehn
1987
★ 8.5
Ernst Thälmann
1986
★ 7.0
Klassenkameraden
1984
★ 5.6
Erscheinen Pflicht
1984
★ 9.0
Der Mann von der Cap Arcona
1982
★ 4.9
Sabine Kleist, sieben Jahre
1982
★ 6.0
Unser kurzes Leben
1981
★ 7.0
Lachtauben weinen nicht
1979
★ 4.0
Addio, piccola mia
1979
★ 5.0
Bankett für Achilles
1975
★ 4.5
Abenteuer mit Blasius
1975
★ 5.4
Till Eulenspiegel
1975
★ 8.0
Zwischen Nacht und Tag
1975
★ 9.0
Johannes Kepler
1974
★ 7.0
Leben mit Uwe
1974
★ -
Die Zwillinge
1973
★ 6.3
Unterm Birnbaum
1973
★ 8.0
Es ist eine alte Geschichte...
1972
★ 5.3
Leichensache Zernik
1972
★ 7.0
Angebot aus Schenectady
1971
★ 6.7
Dr. med. Sommer II
1970
★ -
Die Abenteuer der Pèrichole
1965
★ 10.0
Solange Leben in mir ist
1965