Schauspieler
Jester Hairston
Jester Joseph Hairston (9. Juli 1901 – 18. Januar 2000) war ein US-amerikanischer Komponist, Liedermacher, Arrangeur, Chorleiter und Schauspieler. Er galt als führender Experte für Spirituals und Chormusik der Afroamerikaner. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen „Amen“, ein gospelartiges Thema aus dem Film „Lilies of the Field“ und ein Hit der Band The Impressions aus dem Jahr 1963, sowie das Weihnachtslied „Mary’s Boy Child“.
Er sang eine Zeit lang im Hall Johnson Choir in Harlem, wäre aber beinahe aus dem ausschließlich aus Afroamerikanern bestehenden Chor geflogen, weil er Schwierigkeiten mit den ländlichen Dialekten hatte, die in einigen Liedern verwendet wurden. Er musste seinen Bostoner Akzent ablegen und die ländliche Sprache seiner Eltern und Großeltern neu erlernen. Johnson hatte ihm gesagt: „Wir singen ‚ain’t‘ und ‚cain’t‘, und du singst ‚shahn’t‘ und ‚cahn’t‘, und die mischen sich nicht in Spirituals.“ Der Hall Johnson Chor trat in zahlreichen Broadway-Shows auf, darunter auch in „The Green Pastures“. 1936 wurde er nach Hollywood eingeladen, um für den Film „The Green Pastures“ zu singen. Zu dieser Zeit hörte der russische Komponist Dimitri Tiomkin Jester Hairston und lud ihn zu einer Zusammenarbeit ein. Daraus entwickelte sich eine dreißigjährige Kooperation, in der Hairston Musik für Filme arrangierte und sammelte. 1939 heiratete er Margaret Swanigan. Er schrieb und arrangierte Spirituals für Hollywood-Filme sowie für Schul- und Hochschulchöre im ganzen Land.
1956 schrieb Hairston das Lied „Mary’s Boy Child“. Er arrangierte auch das Lied „Amen“, das er für den Sidney-Poitier-Film „Lilies of the Field“ synchronisierte, und bearbeitete traditionelle Negro Spirituals. Hairstons Filmarbeit konzentrierte sich hauptsächlich auf Komposition, Arrangement und Chorleitung. Er wirkte außerdem in über 20 Filmen mit, meist in kleineren Rollen, von denen einige nicht im Abspann erwähnt wurden. Zu den Filmen, in denen er mitwirkte, gehörten kleinere Rollen in einigen frühen Tarzan-Filmen, „St. Louis Blues“, „The Alamo“, „Wer die Nachtigall stört“, „In der Hitze der Nacht“, „Lady Sings the Blues“, „I'm Gonna Git You Sucka“ und „Being John Malkovich“.
1961 ernannte das US-Außenministerium Jester Hairston zum Goodwill-Botschafter. Er bereiste die ganze Welt, um die Volksmusik der ehemaligen Sklaven zu lehren und aufzuführen. In den 1960er Jahren veranstaltete er Chorfestivals mit öffentlichen Highschool-Chören, führte sie in die Spirituals der Afroamerikaner ein und dirigierte mitunter mehrere hundert Schüler bei öffentlichen Aufführungen. Seine Anekdoten zur Geschichte der Lieder, seine einnehmende Persönlichkeit und sein Humor machten ihn bei vielen Schülern beliebt.
Hairston trat in der Fernsehsendung „The Amos 'n' Andy Show“ auf. Er sprach die Rolle des Leroy in der Radiosendung und die des Henry Van Porter in der Fernsehserie. Außerdem spielte er die Rolle des Wildcat in der Serie „That's My Mama“. In seinen späteren Jahren spielte er in der Serie „Amen“ die Rolle des Rolly Forbes. Sein letzter Fernsehauftritt war 1993 in einer Folge von „Alle unter einem Dach“. Hairston sprach außerdem die Rolle des „König Moses“ in der Radiosendung „Bold Venture“ mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall.
Bekannt aus
★ 8.3
John Wayne's 'The Alamo'
1992
★ 6.4
Ghettobusters
1988
★ 8.0
Green Eyes
1977
★ 6.3
Der letzte Tycoon
1976
★ 6.1
Bingo Long
1976
★ 6.9
Lady Sings the Blues
1972
★ 5.9
Der goldene Regenbogen
1968
★ 7.7
In der Hitze der Nacht
1967
★ 7.2
Lilien auf dem Felde
1963
★ 8.0
Wer die Nachtigall stört
1962
★ 6.6
Sommer und Rauch
1961
★ 7.1
Alamo
1960
★ 6.0
Raymie
1960
★ 6.2
Es geschah in einer Nacht
1955
★ 5.4
Tarzan und der schwarze Dämon
1955
★ 8.3
Tanganyika
1954
★ 7.2
Treue
1954
★ 4.3
So This Is Love
1953
★ 5.9
Wir sind gar nicht verheiratet
1952
★ 5.0
Yes Sir, Mr. Bones
1951
★ 6.6
Abenteuer in Panama
1942
★ 6.9
Ich will mein Leben leben
1942
★ 5.6
Waffenschmuggler von Kenya
1941
★ 6.3
The Green Pastures
1936