Schauspieler
Andrews Engelmann
Der Sohn eines Kaufmanns machte 1918 sein Abitur und begann 1919 ein Medizinstudium an der Militär-Medizinischen Akademie in St. Petersburg. 1921 floh er aus der Sowjetunion über Finnland nach Berlin. 1922 setzte er hier an der Friedrich-Wilhelms-Universität sein Studium fort. Mit dem Nansenpass verschaffte er sich die für seine kommende Laufbahn vorteilhafte Mobilität.
Während der Semesterferien arbeitete er in Frankreich und kam 1924 zu seinen ersten Filmauftritten. Das Pariser Théâtre des Variétés engagierte ihn als Tänzer, und er beteiligte sich an Tourneen durch Frankreich und bei einem Gastspiel in Brüssel.
1926 fiel er in dem amerikanischen Film Mare Nostrum als fanatischer deutscher U-Bootkommandant auf. Der glatzköpfige Schauspieler war von da an als Schurkendarsteller festgelegt. 1929 wirkte er in G. W. Pabsts Tagebuch eine Verlorenen erstmals in einem deutschen Film als sadistischer Ausbeuter schwer erziehbarer Mädchen mit.
Im deutschen Film zur Zeit des Nationalsozialismus war er abonniert auf bösartige sowjetische Funktionäre wie in Flüchtlinge oder infame britische Offiziere wie in Über alles in der Welt und Carl Peters. Bis Kriegsbeginn hatte der staatenlose Engelmann nach wie vor im internationalen Film mitgewirkt, erst der Zweite Weltkrieg beendete vorübergehend seinen Film-Weltenbummel.
Kurz vor Kriegsende flüchtete er aus den Filmateliers in Prag und ließ sich ab 1946 in Viroflay bei Paris nieder. Er verkörperte weiterhin Bösewichte wie den Killer in Das Geheimnis von Mayerling. 1953 zog er nach Basel und wurde schweizerischer Staatsbürger.
Nach einem letzten Film, wo er einen Gefängnisdirektor darstellte, wandte er sich von der Schauspielerei ganz ab und wurde selbständiger Fabrikant von Luftkonditionierungsapparaten für Industrie und Fernmeldewesen. Engelmann war seit 1939 mit der Schauspielerin Charlotte Susa verheiratet.
Quelle: Wikipedia
Bekannt aus
★ 10.0
La Fille au fouet
1952
★ 9.0
Le Cas du docteur Galloy
1951
★ 6.5
Maître après Dieu
1951
★ 7.0
Mystère à Shanghai
1950
★ 7.0
Ruf an das Gewissen
1949
★ 7.3
Le Secret de Mayerling
1949
★ 7.1
Fantômas contre Fantômas
1949
★ 6.5
Der Verteidiger hat das Wort
1944
★ 7.5
Sieben Briefe
1944
★ 6.5
Münchhausen
1943
★ 5.8
Geheimakte W.B. 1
1942
★ 6.6
Kadetten
1941
★ 5.5
Kora Terry
1940
★ 10.0
Die letzte Runde
1940
★ 8.0
Kriminalkommissar Eyck
1940
★ 6.9
Wasser für Canitoga
1939
★ 7.0
Le Révolté
1938
★ 7.0
Verklungene Melodie
1938
★ 6.5
Les Perles de la couronne
1937
★ 8.0
Der Abenteurer von Paris
1936
★ 8.0
Die letzten vier von Santa Cruz
1936
★ 8.0
Prison Breaker
1936
★ 10.0
Retour au paradis
1935
★ 9.0
The Crouching Beast
1935
★ 7.0
Stormy Weather
1935
★ 10.0
Le vertige
1935
★ 6.7
Die Insel
1934
★ 7.0
I Spy
1934
★ 10.0
Vers l'abîme
1934
★ 7.0
Au bout du monde
1934
★ 6.0
Baroud
1933
★ 6.0
Baroud
1932
★ 8.0
La Bête errante
1932
★ 7.0
Das gelbe Haus des King-Fu
1931
★ 9.0
La Maison jaune de Rio
1931
★ 9.0
Les deux mondes
1930
★ 10.0
Two Worlds
1930
★ 8.0
La Femme d'une nuit
1930
★ 8.0
Wolves
1930
★ 7.3
Tagebuch einer Verlorenen
1929
★ 8.0
The City of Play
1929
★ 4.8
Cagliostro
1929
★ 6.0
The Three Passions
1928
★ 6.0
El negro que tenía el alma blanca
1927
★ 5.9
Mare Nostrum
1926
★ 8.0
Les Deux Gosses
1924
★ 8.0
La Flambée des rêves
1924